Mehr Deutsch, neue Regeln: Stadt Villach ordnet Sozialhilfe neu

Bürgermeister Günther Albel und Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser haben eine Verschärfung der Regeln beim Bezug der Sozialhilfe in Villach angekündigt. Ab 2026 sollen Sprachkenntnisse und verpflichtende Kurse stärker darüber entscheiden, ob Leistungen in voller Höhe ausbezahlt werden.

Strengere Voraussetzungen ab 2026

Künftig sollen Bezieherinnen und Bezieher von Sozialhilfe Deutschkenntnisse auf B1-Niveau nachweisen. Zusätzlich ist die Teilnahme an einem Werte- und Orientierungskurs vorgesehen. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt oder entsprechende Nachweise nicht vorlegt, muss mit Kürzungen von bis zu 50 Prozent rechnen.

Stadt setzt auf Sprache und Unterstützung

Ziel der Neuregelung ist es, Sozialhilfe wirksamer zu gestalten und Menschen auf dem Weg zurück in die Eigenständigkeit zu unterstützen. Sprache gilt dabei als zentrale Voraussetzung für Verständigung, Arbeit und Behördenwege. Um die neuen Anforderungen erfüllbar zu machen, baut die Stadt ihr Kursangebot weiter aus. Ab März startet ein zusätzlicher, vollständig finanzierter Deutschkurs, der sich vor allem an Eltern – insbesondere Mütter – richtet.

SPÖ begrüßt klaren Kurs

Als erste politische Reaktion spricht sich die SPÖ Villach für die angekündigten Maßnahmen aus. Aus Sicht der Sozialdemokratie braucht ein funktionierender Sozialstaat klare Regeln und gleichzeitig echte Unterstützung. Wer etwas einfordert, muss auch Möglichkeiten schaffen. Mit finanzierten Deutschkursen und gezielten Unterstützungsangeboten werden echte Chancen ermöglicht. Wer Bereits zuvor habe man mit der Neuregelung der städtischen Wohnungsvergabe auf Sprache als Grundlage gesetzt – dieser Weg werde nun konsequent weitergeführt.

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