Neue Regeln vorgestellt
Vor wenigen Tagen haben Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) und Vizebürgermeisterin sowie Integrationsreferentin Gerda Sandriesser (SPÖ) neue Regelungen im Bereich der Sozialhilfe präsentiert. Mit 2026 sollen Deutschkenntnisse auf B1-Niveau sowie verpflichtende Integrations- und Wertekurse stärker darüber entscheiden, ob Leistungen in voller Höhe ausbezahlt werden.
Fördern und Fordern als gemeinsamer Ansatz
Mit der Neuregelung verfolgt die Stadt Villach einen klaren integrationspolitischen Kurs. Sprache wird als zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Arbeitsmarktintegration und Eigenständigkeit gesehen. Gleichzeitig baut die Stadt ihr Unterstützungsangebot weiter aus – unter anderem durch zusätzliche, vollständig finanzierte Deutschkurse.
Damit zeigt die Sozialdemokratie, dass soziale Verantwortung und klare Regeln kein Widerspruch sind. Integration wird nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv gestaltet.
Unterschied zu anderen politischen Zugängen
Während Kritik vor allem von jenen Parteien kommt, die selbst keine konkreten Alternativen vorlegen, wird deutlich, dass Villach einen strukturierten Weg einschlägt. Besonders bemerkenswert ist dies vor dem Hintergrund, dass die FPÖ über Jahre auf Bundesebene für Integrationsagenden zuständig war, ohne nachhaltige Konzepte umzusetzen.
Der aktuelle Schritt in Villach hebt sich damit klar von früherer Symbolpolitik ab und setzt auf praktische Lösungen.
Signalwirkung über die Stadtgrenzen hinaus
Dass der Villacher Weg inzwischen auch in Klagenfurt politische Diskussionen ausgelöst hat, unterstreicht seine Bedeutung. Trotz teils gegensätzlicher Auffassungen zeigt sich, dass erfolgreiche Modelle auch über Stadtgrenzen hinweg Beachtung finden.
Villach positioniert sich damit als Vorbild in der kommunalen Integrationspolitik.