Villach übt und wappnet sich für ein „Blackout“

In einer landesweiten Übung bereitet sich Villach ab heute auf ein „Blackout“, also einen längerfristigen Stromausfall, vor. Kürzlich gab es zum Thema einen Expertenvortrag.

Welche Auswirkungen ein massiver Stromausfall hat, mussten rund 40 Millionen Menschen in Argentinien und Uruguay erst kürzlich erfahren. Welche Herausforderungen ein längerfristiger und zudem europaweiter Zusammenbruch der Stromversorgung hätte, wird nun in Villach bezirksübergreifend geübt. „Es ist ein enorm wichtiges Thema, das unsere Zivilgesellschaft betrifft, darum ist es notwendig, bestens vorbereitet zu sein“, sagt Bürgermeister Günther Albel.

In Villach gibt es 21 Feuerwehren mit mehr als 1000 gut ausgebildeten Kameraden. Auch das Katastrophenschutzlager befindet sich in der Stadt, die zugleich Garnisonsstadt ist. „Wir sind technisch gesehen sicher am modernsten Stand und personell großartig aufgestellt. Dennoch ist es enorm wichtig, auf alle möglichen Szenarien raschest reagieren zu können, um die Bevölkerung zu schützen“, betont Albel. Eine gute Kommunikation untereinander, auch unter den verschiedenen Einsatzorganisationen, Firmen, Institutionen und Behörden, die Vernetzung mit anderen Bezirken und dem Land sind unerlässlich. Bürgermeister Günther Albel: „Unser Krisenstab übt in regelmäßigen Schulungen verschiedenste realitätsnahe Ausnahmezustände. Es ist die effektivste Methode, um bestens vorbereitet zu sein.“

Die Veranstaltungsreihe „Villach im Dialog“ nimmt sich ebenso des Themas an und hat Experten Oberst Gottfried Pausch, Blackout-Experte des österreichischen Bundesheeres, zum Gespräch geladen. Er hat mehr als 65 Vorträge über die Notwendigkeit aktiver Krisenvorsorge gehalten und tausende Menschen über dieses brisante, hochaktuelle Thema informiert.

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